Halbjahresbericht 2011 – News aus Mozambique

Spielplatzrenovierung

Wie bereits bei meiner letzten Rückkehr nach Mozambique waren auch dieses Mal beim Spielplatz einige Flickarbeiten zu erledigen. Meine Arbeiter und ich haben uns zwei Tage Zeit genommen, um die Schaukeln, die Rutschbahn, die Brücke und auch die Wippe wieder auf Vordermann zu bringen. Für uns ist es ein schönes Zeichen, dass regelmässige Reparaturarbeiten nötig sind, zeigt dies doch, dass der Spielplatz oft genützt wird. Ich konnte bei meinem letzten Aufenthalt miterleben, wie es in die Znünipause geklingelt hat und die Kinder hinaus auf die Schaukeln gestürmt sind, die wir repariert haben. Jene die warten mussten, stellten sich brav in einer Einerkolonne auf bis sie an der Reihe waren.

Klassenzimmer

Das Klassenzimmer, das Abraçar Mozambique im letzten Sommer gebaut hat, wird täglich genutzt und es ist eine Freude, die vielen jungen Kindergesichter zu sehen, die täglich darin Unterricht haben. Am Anfang fehlten im Klassenzimmer noch die neuen Schulbänke, 12 Stück hat ein lokaler Schreiner Mitte März fertig gestellt. Mit seiner Arbeit war ich sehr zufrieden und habe gleich die nächsten zwölf Bänke in Auftrag gegeben. Seit Ende April vervollständigen also nun 24 Schulbänke den neuen Klassenraum der Primarschule.

Trinkwasserprojekt

Wegen einigen Engpässen in der Trinkwasserversorgung infolge von längeren Dürreperioden haben wir Anfang 2011 damit begonnen, mehr Trinkwasser an die Bevölkerung abzugeben als sonst. Mit dem Trinkwasser sowohl für uns als auch für die Bevölkerung stiessen wir auf einige Probleme: Beispielweise funktionierte die Pumpe bei der Schule nicht mehr und wir versuchten während zwei Monaten jemanden zu organisieren, der sie repariert. Schliesslich gelang es, jemanden zu finden und heute kann beim Schulhaus wieder Wasser gepumpt werden.
Der Brunnen, den Abraçar bereits zweimal verbessert hat, erlebte im letzten Jahr eine lange Trockenzeit, so dass uns die Bevölkerung bat, ihn zu vertiefen. Wir begannen umgehend mit dieser Arbeit, die sich ziemlich schwierig gestaltete: Es sank nämlich entgegen unseren Erwartungen nicht nur die innere Betonröhre, sondern auch die grosse, äussere Brunnenmauer komplett ab. Hinzu kam, dass auch noch die Wasserpumpe ausstieg und sich nicht reparieren liess – sie muss irgendwann ersetzt werden… Danach mussten wie schon einmal die Brunnenmauer erhöhen und dann das ganze Wasser abpumpen, so dass neues Wasser hineinfliessen konnte. Es dauerte zwei bis drei Wochen, bis der Brunnen von den Arbeiten völlig gesäubert war und das Wasser wieder trinkbar wurde. Letztendlich haben wir es trotz allen Hindernissen geschafft und den Brunnen erfolgreich vertieft. Er weist jetzt gut zwei Kubikmeter mehr Wasservolumen auf. Zum Schluss wurde auch noch der alte, verrottete Brunnendeckel durch einen neuen ersetzt.

Kleiderverteilung

Insgesamt haben wir rund sechs Packete à 20kg Kleider an die Leute verteilt.

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